VfB-Fandialog im BED Businesspark Ehingen Donau am 11. Mai 2017

Schwäbische holt VfB-Präsidenten nach Ehingen

Am 11. Mai spricht Wolfgang Dietrich über die Ausgliederung der Stuttgarter Fußballer

Schwäbische Zeitung online vom 28.04.2017:

VfB-Fans aufgepasst: Wolfgang Dietrich, Präsident des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart, kommt am Donnerstag, 11. Mai, nach Ehingen. Auf Einladung der Schwäbischen Zeitung Ehingen wird der Präsident im Businesspark Ehingen Donau (BED) ab 20 Uhr nicht nur über die geplante Ausgliederung der Profiabteilung sprechen, sondern auch allgemein über die Zukunft des aktuellen Spitzenreiters der zweiten Fußball-Bundesliga.

Der VfB Stuttgart ist für viele Menschen in der Region rund um Ehingen eine Herzensangelegenheit. Viele Fans haben beim Abstieg gelitten, umso größer ist derzeit die Euphorie, wenn es darum geht, dass der schwäbische Vorzeigeklub vier Spieltage vor dem Ende der Zweitliga-Saison die Weichen auf den direkten Wiederaufstieg gestellt hat. Aufgrund des Abstiegs aus der Bundesliga hat der Verein die Entscheidung über eine mögliche Ausgliederung der Profiabteilung im vergangenen Jahr vertagt. Im Oktober wurde dann Wolfgang Dietrich neuer Chef des VfB Stuttgart – und der Präsident kommt nun nach Ehingen, um dort mit Fans, Freunden, Mitgliedern und Gönnern des VfB Stuttgart einen Abend lang zu sprechen.

Wolfgang Dietrich wird am 11. Mai ab 20 Uhr im Ehinger Businesspark an der Talstraße auf Einladung der Schwäbischen Zeitung Ehingen mit einer Art Impulsreferat über die Zukunft und die Ausgliederung der Profiabteilung sprechen. Direkt im Anschluss an das Kurzreferat des Präsidenten werden die VfB-Legenden Hermann Ohlicher und Bernd Martin zusammen mit Präsident Wolfgang Dietrich im Rahmen einer Podiumsdiskussion Fragen beantworten. Hermann Ohlicher hat 318 Bundesliga-Spiele bestritten, dabei 96 Tore erzielt und gehörte als Spieler zur VfB-Meistermannschaft von 1984. Ebenfalls auf dem Podium im Businesspark stehen wird Bernd Martin, der von 1973 bis 1982 seine Fußballschuhe für den VfB schnürte, ehe er von 1982 bis 1985 beim FC Bayern spielte und danach zum SSV Ulm 1846 wechselte.

Publikumsfragen erwünscht

Moderiert wird die Veranstaltung von SZ-Redaktionsleiter Tobias Götz, Fragen aus dem Publikum sind an diesem Abend nicht nur zugelassen, sondern ausdrücklich erwünscht. Eingeladen bei kostenlosem Eintritt sind natürlich nicht nur die Fans und Mitglieder des VfB Stuttgart, sondern alle, die sich für einejn spannenden Abend rund um den VfB Stuttgart interessieren. Einer, der den VfB Stuttgart seit mehr als 50 Jahren in sein Herz geschlossen hat, ist Erich Hägele, der im Mitgliederausschuss des Vereins sitzt und die Ausgliederung der Profiabteilung als „zwingend notwendig“ erachtet. „Natürlich muss aber auch die Tradition des VfB Stuttgart erhalten bleiben. Und das wird sie auch nach der Ausgliederung“, betont Edel-Fan Hägele, der befürchtet, dass sich der VfB ohne die Ausgliederung bald im Fußball-Niemansland befinden wird. „Zur Tradition des VfB Stuttgart gehört es eben auch, dass der Verein sich stets unter den ersten sechs Mannschaften der ersten Bundesliga befindet“, sagt Hägele.

Die Mitglieder des VfB sind bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juni in der Mercedes-Benz-Arena nun also dazu aufgerufen, über die Ausgliederung der Profifußballabteilung abzustimmen. Die Daimler AG steht, wie nun bekannt wurde, parat für den Einstieg als Anker-Investor einer möglichen VfB AG – und würde 41,5 Millionen Euro an den Verein überweisen. Für diese Summe würde die Daimler AG 11,75 Prozent der Anteile erwerben. Das Geld wäre bereits kurz nach der Entscheidung für die Ausgliederung auf dem Konto und stünde für die Transferperiode im Sommer zur Verfügung – ein Geldsegen, den der VfB Stuttgart vor allem bei einem Aufstieg zurück in die Bundesliga sicherlich gut gebrauchen könnte.

Der Plan des VfB sieht vor, innerhalb der nächsten drei Jahre maximal 24,9 Prozent der Anteile einer möglichen VfB AG an höchstens fünf Investoren mit regionalem Bezug zu veräußern. Der Verein würde mit einer Mehrheit von 75,1 Prozent der Anteile jederzeit Eigentümer der Kapitalgesellschaft bleiben. In die Einzelheiten dazu wird Präsident Wolfgang Dietrich bei der Veranstaltung der Schwäbischen Zeitung Ehingen am 11. Mai gehen, zu der bereits die lokalen VfB-Fans Manuel Hagel (CDU-Landtagsabgeordneter) und Alt-Landrat Heinz Seiffert zugesagt haben.

Die Veranstaltung mit VfB-Präsident Wolfgang Dietrich findet am Donnerstag, 11. Mai, ab 20 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im Businesspark Ehingen Donau statt. Ein Anmeldung ist nicht erforderlich, kommen kann jeder, egal ob Mitglied, Fan oder einfach nur Fußballinteressiert. Der Eintritt ist frei.

Quelle

Schwäbische Zeitung online vom 28.04.2017, Tobias Götz