Regionales Digitalisierungszentrum im BusinessPark eröffnet

53 000 Unternehmen. 500 000 Einwohner. Eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen. Das ist die Idee für die Gründung des Digitalisierungszentrums Ulm | Alb-Donau | Biberach. Am 9. Mai erfolgte im BusinessPark Ehingen Donau vor rund 200 Gästen der offizielle Startschuss mit der Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die einen Förderbescheid in Höhe von fast einer Millionen Euro im Gepäck hatte.

Regionale Plattform für Digitalisierung

„Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich losgeht. Das Digitalisierungszentrum ergänzt unsere bisherigen Aktivitäten im Bereich Digitalisierung in idealer Weise“, sagt der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch, der zugleich Vorstandsvorsitzender des Vereins Digitalisierungsregion Ulm | Alb-Donau | Biberach e.V. ist.Dieser Verein betreibt das Digitalisierungszentrum. Mitglieder sind die IHK Ulm, der Alb-Donau-Kreis, der Landkreis Biberach und der Stadtkreis Ulm sowie die Städte Biberach, Ehingen und Riedlingen. Diese Mitglieder stellen neben der Förderung durch das Land die Finanzierung für insgesamt fünf Jahre sicher. „Das regionale Digitalisierungszentrum hat die Aufgabe, die Menschen in der Region mit dem Thema vertraut zu machen, ihnen Unterstützung anzubieten, und eine infrastrukturelle Plattform zu geben, damit sie alle Dienstleistungen und Produkte, alle Ideen und Erfahrungen, die sie mit Digitalisierung haben und machen, austauschen können“, betont der Ehinger Oberbürgermeister Alexander Baumann. Das Angebot des Digitalisierungszentrums richtet sich vor allem an die Wirtschaft. „Daher hat sich die Vollversammlung der IHK Ulm auch einstimmig dazu bereit erklärt, bis zu 750 000 Euro einzubringen und so zusammen mit den Gebietskörperschaften eine solide Finanzbasis zu sichern“, sagt Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins.

Dezentraler Ansatz

Das Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach wird technische Infrastruktur sowie Know-how zur Erprobung und Entwicklung neuer digitaler Lösungen, Produkte und Geschäftsmodelle für Unternehmen aller Branchen zur Verfügung stellen. Dazu werden unter anderem Räumlichkeiten für Experimentierräume, Informationsräume und Coworking Spaces vorgehalten. Zusammen mit Serviceleistungen wie Beratungen und Veranstaltungen sowie einer zentralen Lotsen- und Bündelungsfunktion hinsichtlich der heute schon existierenden Angebote verschiedener Akteure, wird gerade den kleineren und mittleren Unternehmen der Region damit der Zugang zu neuen Technologien deutlich erleichtert. Neben einer Zentrale in Ulm gibt es künftig Standorte in Ehingen und Riedlingen sowie am Kompetenzzentrum für Building Information Modeling an der Hochschule Biberach. Da der Ulmer Standort erst im Herbst bezogen werden kann, ist der BusinessPark Ehingen Donau derzeit Sitz des Digitalisierungszentrums. „Für uns war ein solcher dezentraler Ansatz von Beginn an ein entscheidendes Element. Im laufenden Betrieb soll daher auch ein weiterer Standort im nördlichen Alb-Donau-Kreis entstehen“, sagt Heiner Scheffold, Landrat des Alb-Donau-Kreises.

 

Welche Unterstützung erhalten die Unternehmen nun konkret? Dies stellten bei der Auftaktveranstaltung der Leiter des Digitalisierungszentrums, Alexander Nikolaus, und sein Fachberater, Patrick Söll, dar. Demnach wurden bereits eine Vielzahl an Beratungssprechtagen, Workshops und Veranstaltungen entwickelt und terminiert. Der Schwerpunkt liegt dabei zunächst auf den Gebieten eCommerce und Building Information Modeling. Zusammen mit den Themen „Internet of Things“ und „Virtual beziehungsweise Augmented Reality“ wurden diese beiden Gebiete auch als Kompetenzfelder des Digitalisierungszentrums ausgelotet, da dort ein regionales Angebot bis dato nicht existiert. Es soll ausgebaut werden oder ideal weiterentwickelt werden. Selbstverständlich sollen die Angebote kontinuierlich an neue Trends und technologische Entwicklungen angepasst werden. Hierfür sieht der Verein auch die Einsetzung eines Fachbeirats mit regionalen Experten und Multiplikatoren vor. Dieser wird im Juni erstmals tagen.

 

Oberbürgermeister Alexander Baumann begrüßte die zahlreichen Gäste bei der offiziellen Eröffnung des Digitalisierungszentrums im BusinessPark Ehingen Donau.

 

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